Erster Test des Deutschen Ruderverbandes für die Saison 2017


Traditionell werden die besten Sportler zum Test nach Dortmund eingeladen. Die diesjährigen Olympioniken haben noch ein wenig Schonzeit, aber alle, die an diesen Plätzen sägen wollen sind eingeladen in 2 Wettkampfformen zu zeigen was geht. 

Der Ruder Ergometer

Sicherlich das beliebteste Trainingsgerät aller Sportler :) Man könnte es auch als eine "Ausgeburt der Hölle" bezeichnen. Es ist eine Frage des Willens und der Physis. Wer hier versagt, schafft es auf dem Wasser auch nicht. Wobei das Niveau dabei natürlich nicht unterschiedlicher sein kann. Der letzte Deutsche Einerfahrer mit Welt-Niveau war hier nie der Beste. Wobei Marcel Hacker in seinem letzten aktiven Jahr 2016 

auch seine persönliche Bestzeit auf dem "Ding" abgegeben hat. Max ist zugegeben nicht abgeneigt diese Tests zu bestreiten, auch wenn er manchmal ein wenig Öl verliert....

(Hier die schwarze Line am Boden)

Zweimal im Jahr müssen alle über den "Bakken" gehen. Dieses Jahr sieht es sehr gut aus. Auf dieser Maschine konnte im Frühjahr eine neue persönliche Bestzeit erreicht werden, die im internationalen Vergleich  ganz weit oben angesiedelt ist. Leider wurde aus Rio 2016 nichts. Jetzt heißt es den Einer schnell zu machen.

 

Wettkampf

Leonie ist gut vorbereitet und möchte die Leistungen aus dem so erfolgreichen Sommer bestätigen. Sie fühlte sich nicht besonders wach und frisch, was sich dann heute am Montag auch in Form einer heftigen Erkältung zeigte, denn nach 950m war alles vorbei. Sie musste aufgeben und war sehr enttäuscht.

Mit dem RP3 wird es hoffentlich auch auf dem Wasser besser. Es ist einfach dem Rudern ähnlicher als die Bewegung auf dem Concept2. Naja jetzt gilt es auf dem Concept2 den Plan zu schaffen, eine 1:27 im Schnitt mit 36-37 Schlägen in der Minute zu fahren. Es wird ein bischen geschummelt, denn mit normalem Rudern hat das nichts zu tun. Es wird nicht mit ganzer "Länge" sondern mit etwas kürzerem Schwung gearbeitet.


Für Max lief es dagegen nach Plan. Ein neuer Bestwert wird für den nächsten Ergotest im April kommenden Jahres angepeilt. Das Ziel war unter 5:50 zu bleiben. Schon am Ende des ersten 500m Abschnitts wurde klar, dass das ganze sehr hart werden würde. Nach 750m ist das auch eingetreten, aber Max ist sich seiner Stärken voll bewusst und kämpft, denn im dritten Abschnitt sind dann mit 1:28,1 schon das Ziel von 5:50 in Gefahr. Im Endspurt macht er dann alles klar. Es ist ein Überwindung aber Max kann sich darauf verlassen, dass alles am Ende klappt. Er ist damit der stärkste Deutsche Ruderer.

Mit diesem Ergebnis wird er als erster Starter über die 6000m Strecke geschickt. Hinter ihm startet der zweifache Junioren Weltmeister und amtierende U23 Weltmeister im Männer Einer Tim Ole Naske im Abstand von 45 sec.


6000m Langstrecke

Zunächst sind Leonie und Svenja im Frauen Zweier ohne an der Reihe. Wie man heute Montag weiß war Leonie schon vor dem Start von einem Infekt geschwächt, wusste das aber zu dieser Zeit noch nicht, denn außer Kopfschmerzen gab es keine Anzeichen für eine Erkältung. Die 6000m wurden nach Plan angegangen und bis 2000m ging alles gut. Aber dann zeigten sich die Auswirkungen der sich anbahnenden Erkältung. Svenja war eindeutig stärker, Leonie kämpfte bis zum Ende und im Endergebnis ist man zwar nur auf Platz 6 gelandet, aber im Grunde kann man damit zufrieden sein.

Für Max war die Aufgabe ungleich schwieriger. Bis jetzt hat Max bei Langstrecken Tests im Einer immer  auf dem kuriosen Platz 24 abgeschnitten. Ziemlich genau 1:30 hinter dem Sieger. Diesmal hat Bundestrainer Marcus Schwarzrock Max vor dem schnellsten Ruderer in das Feld gesetzt. Mit 45sec Abstand wurde gestartet und wie bei den Ruderern üblich kann Max TOle (Spitzename von Tim Ole Naske) genau im Auge haben. Auf den ersten 1000m verliert er 5sec auf TOle. Max ist aber nach Plan etwas verhaltener gestartet. Auf den kommenden zweiten 1000m sollte es dann mit einem Schnitt von 1:55 auf 500m weitergehen. Zielzeit 23:00 wäre ein super Ergebnis. Leider hat Max zunächst mit leichten dann mit starken Magenschmerzen zu kämpfen. Am Ende kommt der 12. Platz heraus. Das ist keine Katastrophe, aber wenn man der Stärkste ist, will man eben auch auf der Langstrecke nicht hinterherfahren.